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Widerstand gegen die 3. Startbahn aufrecht erhalten

aufgeMUCkt

(Der Kürze halber schreiben wir Startbahn; gemeint ist jeweils Start- und Landebahn.) Die Münchner haben die Flughafenerweiterung mehrheitlich abgelehnt. In den Landkreisen Freising und Erding wäre eine Abstimmung vermutlich mit einer 3/4-Mehrheit ausgegangen. Trotzdem wollen etliche Politiker den Flughafenausbau weiter verfolgen. Solange die Pläne nicht endgültig begraben sind, müssen wir den Widerstand fortsetzen. Deshalb bleibt der VCD München weiterhin Mitglied im Aktionsbündnis aufgeMUCkt, dem Zusammenschluss von über 80 Bürgerinitiativen, Vereinen und Gruppen, hauptsächlich aus dem Norden von München.

Die Anzahl der Starts und Landungen stagniert

Balkendiagramm Flugbewegungen MUC 2008 bis 2016

Diese Zahlen stammen von der Deutschen Flugsicherung, beispielsweise aus dem Mobilitätsbericht 2016 (mit den Zahlen der Jahre 2012 bis 2016 auf Seite 9).

Die Kapazität der heutigen Bahnen reicht also auf unabsehbare Zeit aus. Jede Fluggesellschaft kann in München noch „Slots” bekommen, nur nicht zu jeder gewünschten Uhrzeit. Dass es in Spitzenzeiten zu Staus kommt, kennt man auch vom Berufsverkehr in der Stadt und vom Ferienbeginn auf der Autobahn. Trotzdem wäre es Irrsinn, den Mittleren Ring und die A8 zehnspurig auszubauen.

Keine Zerstörung der letzten Reste des Erdinger Mooses

Für die 3. Startbahn und die Zufahrtswege soll eine Fläche von der Größe des Tegernsees zubetoniert werden. Dieser Frevel an der Natur ist nicht durch ein paar „Wiesenbrüter” wettzumachen, die sich auf das Flughafengelände verirrt haben.

Lebensqualität und nachhaltiges Wirtschaften statt Ausplünderung der Ressourcen

Ein oft gehörtes, aber nicht weniger primitives Verständnis von Wohlstand lautet: Wenn dieses Jahr 400.000 Flugzeuge starten und landen, so müssen es nächstes Jahr 10.000 mehr sein. Wir sind der Meinung, dass man die dritte Urlaubsreise im Jahr auch mal in den Bayerischen Wald oder ins Fichtelgebirge unternehmen kann. Das ist Lebensqualität, die der Seele UND dem einheimischen Tourismus gut tut.

2 Startbahnen reichen

Geht's vielleicht auch eine Nummer kleiner?

Falls die Kapazitätsgrenze je erreicht werden sollte, könnte man auch mal die Frage stellen, ob beispielsweise Flüge von München nach Nürnberg für unsere Gesellschaft existenziell wichtig sind. Oder man erwägt eine bescheidene Ergänzungs-Piste, um Kleinflugzeuge von den vorhandenen Bahnen herunter zu bekommen.