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Widerstand gegen die 3. Startbahn aufrecht erhalten

aufgeMUCkt

(Der Kürze halber schreiben wir Startbahn; gemeint ist jeweils Start- und Landebahn.) Die Münchner haben die Flughafenerweiterung mehrheitlich abgelehnt. In den Landkreisen Freising und Erding wäre eine Abstimmung vermutlich mit einer 3/4-Mehrheit ausgegangen. Trotzdem wollen etliche Politiker den Flughafenausbau weiter verfolgen. Solange die Pläne nicht endgültig begraben sind – oder zumindest glaubwürdig für mehrere Jahre auf Eis gelegt werden – müssen wir den Widerstand fortsetzen. Deshalb bleibt der VCD München weiterhin Mitglied im Aktionsbündnis aufgeMUCkt, dem Zusammenschluss von über 80 Bürgerinitiativen, Vereinen und Gruppen, hauptsächlich aus dem Norden von München.

Die Anzahl der Starts und Landungen stagniert

Flugbewegungen MUC 2005–2014

Diese Zahlen wurden von der Deutschen Flugsicherung DFS veröffentlicht. Anhand der folgenden Quellen können Sie unsere Angaben überprüfen. Mobilitätsbericht 2014 (mit den Zahlen von 2010 bis 2014 auf Seite 8) und Mobilitätsbericht 2010 (mit den Zahlen von 2007 bis 2010 auf Seite 30).

Die Kapazität der heutigen Bahnen reicht also auf unabsehbare Zeit aus. Jede Fluggesellschaft kann in München noch „Slots” bekommen, nur nicht zu jeder gewünschten Uhrzeit. Dass es in Spitzenzeiten zu Staus kommt, kennt man auch vom Berufsverkehr und vom Ferienbeginn auf der Autobahn. Trotzdem wäre es Irrsinn, den Mittleren Ring und die A8 10-spurig auszubauen.

Keine Zerstörung der letzten Reste des Erdinger Mooses

Für die 3. Startbahn und die Zufahrtswege soll eine Fläche von der Größe des Tegernsees zubetoniert werden. Dieser Frevel an der Natur ist nicht durch ein paar „Wiesenbrüter” wettzumachen, die sich auf das Flughafengelände verirrt haben.

Lebensqualität und nachhaltiges Wirtschaften statt Ausplünderung der Ressourcen

Ein oft gehörtes, aber nicht weniger primitives Verständnis von Wohlstand lautet: Wenn dieses Jahr 400.000 Flugzeuge starten und landen, so müssen es nächstes Jahr 10.000 mehr sein. Wir sind der Meinung, dass man die 3. Urlaubsreise im Jahr auch mal in den Bayerischen Wald oder ins Fichtelgebirge unternehmen kann. Das ist Lebensqualität, die der Seele UND dem einheimischen Tourismus gut tut.

2 Startbahnen reichen

Geht's vielleicht auch eine Nummer kleiner?

Falls die Kapazitätsgrenze je erreicht werden sollte, könnte man auch mal die Frage stellen, ob beispielsweise Flüge von München nach Nürnberg für unsere Gesellschaft existenziell wichtig sind. Oder man erwägt eine bescheidene kleine Ergänzungs-Piste, um die Kleinflugzeuge von den vorhandenen Bahnen herunter zu bekommen.