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Infostand zum Bürgerbegehren

Reinheitsgebot für die Münchner Luft

Wir unterstützen das Bürger­begehren Sauba sog i mit dem Ziel, die Belastung der Münchner Atemluft mit Stickoxiden und Feinstaub merklich zu verringern.

Luftschadstoffe machen krank. Haupt­verursacher dieser gefährlichen Emissionen ist in München der Straßenverkehr. München braucht daher eine Verkehrswende zur Reduzierung der gesundheitsgefähr­denden Luftschadstoffe, damit die Stadt weiterhin lebenswert für die BürgerInnen und attraktiv für die Wirtschaft bleibt.


Zweite Stammstrecke löst die eigentlichen Probleme nicht

In München gibt es nicht zu wenige Ost-West-Tunnel durch das Zentrum, sondern zu viele Menschen, die unfreiwillig in die City fahren müssen, weil sie nur dort umsteigen können, um ihre eigentlichen Ziele zu erreichen.

Die zweite Stammstrecke zementiert und verschärft die Nachteile dieses Systems.

Der VCD München fordert den Ausbau von Quer- und Tangentialverbindungen, auf denen man die Innenstadt umfahren kann, wie das für Autofahrer längst selbstverständlich ist. Dann gibt es auf den heutigen Strecken wieder genug Platz für diejenigen, die wirklich ins Zentrum wollen.

Vorschläge hierzu: Tram-Westtangente; Tram Schwabing–Bogenhausen; Stadtumlandbahn; provisorische Haltepunkte Lindwurmstraße und Kolumbusplatz für Regionalbahnen als Pilotprojekt für den Südring.

Ertüchtigung der S-Bahn unabhängig vom zweiten Tunnel

Die zweite Röhre soll auf wundersame Weise alle Probleme lösen, die hauptsächlich auf den unzureichenden Außenästen entstehen. In den MVV-Landkreisen sitzen leider viele Projekt-Befürworter, die sich offenbar noch nie mit den offiziell geplanten Auswirkungen Ast für Ast beschäftigt haben. Die Pläne für diese viel zu teure zweite Röhre mit massiven Nachteilen und wenig Nutzen müssen endlich begraben werden.

Die wirklichen Schwachstellen und die notwendigen Verbesserungen werden von unabhängigen Verkehrsexperten, dem VCD und anderen Fahrgastverbänden schon seit Jahren aufgezeigt. Diese Maßnahmen, die mit oder ohne zweitem Tunnel notwendig sind, dürfen nicht noch weitere fünfzehn Jahre aufgeschoben werden. (mehr Fakten und Links ...)

Die Sperrung des Marienplatzes lehnen wir ab

Der VCD ist gegen die vollständige Sperrung des Marienplatzes für Linienbusse, Taxis und Rikschas, und insbesondere gegen die Kappung der Nord-Süd-Querung für den Radverkehr. Durch die Verlagerung von noch mehr Verkehr zum Viktualienmarkt wird dort das Chaos aus Linien- und Reise-Bussen, Lieferanten, Touristengruppen, Radlern und Taxis komplett.

Die Buslinie 52 soll als beliebte Verbindung Richtung Au und Tierpark weiterhin den Marienplatz bedienen. Touristenbusse sollten allerdings verbannt werden. Taxis sollen den Marienplatz weiterhin erreichen können, da Gehbehinderte sonst benachteiligt sind. Die reine Durchfahrt von Taxis müsste aber unterbunden werden. Auch die Fahrrad-Rikschas sollten erlaubt bleiben – im Schritttempo. Bitte unterstützen Sie die Online-Petition zu diesem Anliegen.

Dass SPD und CSU den gesamten Nord-Süd-Radlverkehr vom Odeonsplatz in den Hofgarten und weiter über das grobe Kopfsteinpflaster der Alfons-Goppel-Straße schicken wollen, ist eine Zumutung und ein Schildbürgerstreich ersten Grades.

Münchens „gute Stube” soll ihren lebendigen, städtischen Charakter behalten, und nicht zur reinen Touristen- und Einkaufsmeile reduziert werden.

Wie werden in München verkehrspolitische Debatten geführt?

Ein aktuelles Schlagwort in der politischen Diskussion ist das Wort postfaktisch. Das kann und sollte Anlass sein, auch die verkehrspolitische Debatte auf solche Elemente hin zu untersuchen. Im Folgenden wird versucht, dies anhand dreier Beispiele zu erläutern: Forderung der MVG nach Busspuren im Südabschnitt des Mittleren Rings, Tunnel unter dem Englischen Garten und Tram durch den Englischen Garten. Umweltgründe – wenn auch von erheblicher Bedeutung - werden dabei bewusst ausgeklammert; sie wären einen eigenen Beitrag wert.

Busspuren: Dass die Wegnahme einer Fahrspur zugunsten einer Busspur die Kapazität für den Individualverkehr punktuell verringert, steht nicht in Frage. Die Verbesserung beim Busverkehr ist ebenfalls offensichtlich. Zu einer abwägenden Diskussion ist es aber bisher nicht gekommen. Lieber arbeiten die meisten politischen Akteure mit populistischen Argumenten und betonen nur die Behinderung der Autofahrer.

Ähnlich ist es beim Tunnel unter dem Englischen Garten. Sicherlich kann der Tunnel die Stausituation lokal lösen. Doch die Auswirkungen auf das übrige Straßennetz werden ausgeklammert. Wo sind denn die freien Kapazitäten im Nordabschnitt des Mittleren Rings? Eine Computer-Simulation der Gesamtsituation mit und ohne Tunnel in den Medien zu veröffentlichen, scheint angebracht, bevor hier viel Geld verbaut wird.

Schmunzeln könnte man über die Fakten, die zur Verhinderung der Tram durch den Englischen Garten herangezogen wurden und werden. Leider vergeht einem dabei das Lachen. Erst waren es die Oberleitungen, die störten. Nachdem eine Lösung mit Akku-Betrieb in Sicht war, sind auf einmal auch Trambahnschienen ein Hindernis. Die Belästigung der Bewohner an der neuen Strecke wird in der öffentlichen Diskussion kaum erwähnt. Da könnte sich das Mitleid der Normalbevölkerung mit den Immobilienbesitzern am Englischen Garten in Grenzen halten.

Damit wären wir bei den sozialpolitischen Fakten. Nutzen müssen den ÖPNV Personen, die noch nicht bzw. nicht mehr Autofahren können oder aus sonstigen Gründen kein Auto besitzen; darüber hinaus solche Arbeitnehmer, die keinen Parkplatz in der Nähe ihres Arbeitsplatzes haben, weil die Pflicht zur Erstellung (teilweise) abgelöst wurde. Im Mittel haben wir es mit einem sozial schwächeren Personenkreis zu tun. Einer Millionenstadt, die regiert wird von Politikern mit „sozial“ im jeweiligen Parteinamen, stünde es gut an, diese Fakten zu berücksichtigen. Es sollten alle Bürger möglichst schnell und bequem von A nach B kommen können.

Den Befürwortern der These, dass, wer mehr zahlt, auch schneller vorankommen soll, könnte folgender Fakt zu denken geben: In der Londoner City wird es trotz Maut wieder eng. Grund sind die Fahrzeuge neuer Lieferdienste, die die Straßen füllen. Angebot und Nachfrage ergeben den Preis, der auch Stauminuten enthalten kann.

Rudolf Heunisch

VCD fordert kundenfreundlichen MVV-Tarif

Einfacher, gerechter und flexibler muss das MVV-Tarifsystem für den Fahrgast werden! Dies fordert der VCD im Ergebnis der MVV-Tarifanalyse 2011/2012. Wir haben den MVV mit drei anderen Verbundsystemen verglichen: Berlin, Nürnberg und Vorarlberg. Die Überschaubarkeit der Ticketarten wurde dabei genauso unter die Lupe genommen wie die Rabattregelungen und die Transparenz des Tarifangebotes. Der MVV erreichte nur in wenigen Punkten gute Noten. Daher sieht der VCD hier Handlungsbedarf. Die ausführliche Analyse, die kompakte Präsentation, Presse-Echo.

MVV-Homepage-Redaktion kapituliert vor dem eigenen Tarifdschungel

„Trotz des enormen Umfangs unserer Informationen im Internet gibt es zu den MVV-Angeboten und den tariflichen Regelungen noch einiges mehr zu sagen”, schreibt der MVV auf seiner Webseite, und bietet lapidar noch weitere fünf PDF-Dateien zum Download an.

Man könnte es auch so formulieren: „Wir schaffen es auf einem Dutzend Webseiten leider nicht, unseren Tarif-Verhau vollständig darzustellen. Wenn Sie nicht versehentlich schwarzfahren wollen, laden Sie sich noch diese Dokumente herunter und arbeiten sie durch, am besten zusammen mit einem Juristen.”

Spartipps für MVV-Fahrer

Der MVV-Tarif enthält viele Ungerechtigkeiten und Fallstricke. Dazu kommt, dass der Fahrpreisrechner auf der MVV-Webseite und die Fahrscheinautomaten häufig nicht die günstigsten Preise berechnen. Der VCD zeigt Ihnen die wichtigsten Kniffe, wie Sie hin und wieder ein paar Euro sparen können.

Förderung des Radverkehrs

Die von der Stadtregierung im April 2009 mit großem Tamtam angekündigten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehr begleiten wir kritisch. Mit ein paar zusätzlichen Radwegen, einer Image-Kampagne und einem Verkehrserziehungsclown ist es nämlich nicht getan. Der VCD hat längst benannt, was Radler behindert und viele Menschen vom Radeln abhält:

Attraktiven Radverkehr stellen wir uns anders vor, ähnlich wie Johan Schloemann in der SZ. Konkret und aktuell fordern wir eine Umplanung der Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße, damit Radler diese ohne Lebensgefahr nutzen können.

Flughafen München: Zwei Bahnen sind genug!

2 Startbahnen reichen

Die Münchner haben am 17. Juni 2012 die 3. Startbahn abgewählt. Der VCD und seine Partner im Bündnis München gegen die 3. Startbahn bedanken sich bei allen aktiven Wählern.

Gerne hätten wir nun dieses Thema ad acta gelegt, uns einen Moment ausgeruht, und uns dann anderen wichtigen Aufgaben zugewandt.

Aber nachdem führende Politiker verkündet haben, das Projekt weiter zu verfolgen und im Landesentwicklungsplan zu belassen, müssen auch wir weiter ackern und versuchen, in allen Regionen die Bürger davon zu überzeugen, dass der Verzicht auf die 3. Startbahn besser für Bayern ist.

Balkendiagramm Flugbewegungen MUC 2008 bis 2016

Interpretation des Diagramms und Quellenangaben auf der Folgeseite.

Wohnen ohne Auto ‐ Neues Projekt in der Messestadt

Die Initiative „Wohnen ohne Auto” hat ein neues Objekt im Visier: „Autofrei4” in der Messestadt Riem. Die ersten Pläne und Grundrisse liegen nun vor und auch für die Außenräume laufen die Planungen. Noch sind einige größere wie kleinere Wohneinheiten frei, für die noch Mitstreiter gesucht werden, die in die Gemeinschaft autofrei Wohnender eintreten möchten. Weitere Informationen im VCD-Büro Breisacher Str. 12 oder auf der Homepage.

Rückgewinnung der Gehwege für die Fußgänger

In hunderten Münchner Straßen parken Kraftfahrer ohne jegliches Unrechtsbewusstsein auf Rad- und Gehwegen. Die Polizei geht dagegen praktisch nicht vor, und die Stadtverwaltung erteilt Zustelldiensten, Lieferanten und Handwerkern Freibriefe zum Gehwegparken. Diese werden rücksichtslos genutzt, auch wenn Ladezonen oder freie Parkplätze vorhanden sind, und ungeniert auch für private Besorgungen.

Wir wollen diese rechtswidrig okkupierten Flächen wieder für Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Kinderräder etc. zurückgewinnen.

Die Dauerthemen: Feinstaub und Lärm

Trotz einschlägiger Schutzbestimmungen sind die Belastungen durch Feinstaub oder Lärm stellenweise unerträglich. Für wirksame Maßnahmen fehlt offensichtlich der politische Wille. Wir melden uns immer wieder zu Wort.

Überparteilich für nützliche und bezahlbare Lösungen

Die Verkehrspolitik der politischen Parteien wird von allen möglichen, oft nicht durchschaubaren Interessen gelenkt. Beispiel 2. S-Bahn-Röhre und 3. Startbahn: Etliche Parteien vertreten im Stadtrat andere Positionen als in den Umlandgemeinden, den Landkreisen oder im Landtag. Ganz anders agiert der VCD: Wir wägen Kosten, Auswirkungen und Nutzen für die Bürger gegeneinander ab und arbeiten in München, im Umland und in Bayern für die selben Ziele.