Zwei Startbahnen am Münchner Flughafen sind völlig ausreichend
OB Dr. Christian Ude sagte noch im Januar 2010 gegenüber der tz: „Ein mehrjähriges Moratorium zur Klärung der anstehenden Finanzierungsfrage verschafft ausreichend Zeit, die Bedarfsentwicklung auf dem Flughafen zu studieren“. Die Kapazität der beiden vorhandenen Bahnen reicht auf unabsehbare Zeit aus. Jede Airline kann in München noch "Slots" bekommen, nur nicht zu jeder gewünschten Uhrzeit. In der Rush-Hour sind auch die U-Bahnen überfüllt; lohnt es sich deshalb, die Linien viergleisig auszubauen?
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Das angeblich "eigene Geld", mit der die FMG die Startbahn bauen will, sind in Wahrheit die Kredite aus der Anfangszeit des Flughafens, die seit 20 Jahren nicht getilgt und die meisten Jahre nicht verzinst wurden. Die Startbahn wird also durch Prolongation dieser quasi zinslosen Kredite direkt vom Steuerzahler finanziert. Deshalb ist der VCD München Mitglied im Aktionsbündnis aufgeMUCkt von über 70 Vereinen und Bürgerinitiativen. |
Am 17. Juni Bürgerentscheid zur 3. StartbahnAlle EU-Bürger mit Wohnsitz in München sind stimmberechtigt und sollten bis Ende Mai eine Wahlbenachrichtigung erhalten haben (Falls nicht, auf der Meldebehörde nachfragen). Briefwahl kann beantragt werden. Siehe auch: Münchner Bündnis gegen die 3. Startbahn. |
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Übernehmen Sie eine "Patenschaft" für Betroffene im Norden von München, die nicht abstimmen dürfen. |
VCD fordert kundenfreundlichen MVV-Tarif
Einfacher, gerechter und flexibler muss das MVV-Tarifsystem für den Fahrgast werden! Dies fordert der VCD im Ergebnis der MVV-Tarifanalyse 2011/2012. Wir haben den MVV mit drei anderen Verbundsystemen verglichen: Berlin, Nürnberg und Vorarlberg. Die Überschaubarkeit der Ticketarten wurde dabei genauso unter die Lupe genommen wie die Rabattregelungen und die Transparenz des Tarifangeboetes. Der MVV erreichte nur in wenigen Punkten gute Noten. Daher sieht der VCD hier Handlungsbedarf. Die ausführliche Analyse, die kompakte Präsentation, Presse-Echo.
Leistungsfähige Ring- und Querverbindungen für den öffentlichen Verkehr statt weiterer Tunnel durch die Innenstadt
In München gibt es nicht zuwenige U- und S-Bahn-Linien ins Zentrum, sondern zuviele Menschen, die notgedrungen in die Innenstadt fahren und dort umsteigen müssen, um ihre eigentlichen Ziele zu erreichen.
Der VCD München fordert den Ausbau von Quer- und Tangentialverbindungen, auf denen man die überfrequentierte Innenstadt umfahren kann, wie das für Autofahrer selbstverständlich ist. Dann wird es auf den heutigen Linien wieder genug Platz geben für die Leute, die tatsächlich in die City möchten.
Vorschläge hierzu: Trambahn-Westtangente; Tram Schwabing-Bogenhausen; Stadtumlandbahn; Teilausbau Südring mit Haltepunkten Lindwurmstraße und Kolumbusplatz.
Ertüchtigung der S-Bahn ohne zweiten Tunnel
Die Pläne für eine viel zu teure zweite S-Bahn-Röhre mit mehr Nachteilen als Nutzen müssen endlich begraben werden. Die eigentlichen Schwachstellen und die notwendigen Verbesserungen werden von unabhängigen Verkehrsexperten, dem VCD und anderen Fahrgastverbänden schon seit Jahren aufgezeigt.
Das bessere S-Bahn-Konzept wird unterstützt vom VCD, von Green City, vom Arbeitskreis Schienenverkehr des Münchner Forum und von etlichen Mandatsträgern von CSU, FDP, Grüne, Freie Wähler und Die Linke. Dieser Stufen-Plan ertüchtigt das S-Bahn-Systems in überschaubaren Schritten, die "Zug um Zug" ihre Wirkung entfalten, unabhängig davon, wann die nächstfolgende Maßnahme finanziert werden kann.
In einem ersten Maßnahmenpaket kann die Störanfälligkeit des heutigen Systems
durch verbesserte Steuerungstechnik verringert werden.
Fast alle massiven Störungen der letzten Jahre gingen von den Stellwerken aus.
Unflexible Leittechnik ist auch der Grund,
warum ursprünglich pünktliche Züge vor der Einfahrt in die Stammstrecke
verspätete andere Bahnen abwarten müssen.
Hilfreiche Information der Fahrgäste und praktikable Notfallprogramme
sind bloß eine Frage der Organisation.
(mehr ...)
Plan A - Der öffentliche Nahverkehr in München
Die S-Bahn ist nur ein Pfeiler des ÖPNV in München. Auch die anderen Verkehrsmittel müssen weiter entwickelt werden. Die Münchner Fahrgast- und Umweltverbände haben deshalb den "Plan A" (PDF 2,3 MB) ausgearbeitet. Davon gibt es auch eine Kurzfassung.
Förderung des Radverkehrs
Die von der Stadtregierung im April 2009 vollmundig angekündigten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehr begleiten wir kritisch. Mit ein paar zusätzlichen Radwegen, einer Image-Kampagne und einem Verkehrserziehungsclown ist es nämlich nicht getan. Der VCD hat längst benannt, was Radler behindert und viele Menschen vom Radeln abhält:
- Zugeparkte Radwege, Schutzstreifen und Kreuzungen
- Überdimensionierte Fahrbahnen auf Kosten von Fuß- und Radwegen
- An Baustellen wird der Radverkehr nicht vernünftig umgeleitet, sondern ein Schild "Radfahrer absteigen" aufgestellt
- Viele gefährliche und unzumutbare Radwege sind als benutzungspflichtig ausgeschildert
- Geschwindigkeitsbegrenzungen, bei denen nur Rad-Artisten die Balance halten können
- Fehlende oder weit entfernte Abstellmöglichkeiten an vielen Bahnhöfen, Einkaufsstraßen und anderen typischen Zielen
Attraktiven Radverkehr stellen wir uns anders vor.
Rückgewinnung der Gehwege für die Fußgänger
In hunderten Münchner Straßen parken Kraftfahrer ohne jegliches Unrechtsbewusstsein auf Rad- und Gehwegen. Die Polizei geht dagegen praktisch nicht vor, und die Stadtverwaltung erteilt Zustelldiensten, Lieferanten und Handwerkern Freibriefe zum Gehwegparken. Diese werden weidlich genutzt, auch wenn Ladezonen oder freie Parkplätze vorhanden sind, und ungeniert auch für private Besorgungen.
Wir wollen diese rechtswidrig okkupierten Flächen wieder für Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Kinderräder etc. zurückgewinnen.
Die Dauerthemen: Feinstaub und Lärm
Trotz einschlägiger Schutzbestimmungen sind die Belastungen durch Feinstaub oder Lärm stellenweise unerträglich. Für wirksame Maßnahmen fehlt offensichtlich der politische Wille. Wir melden uns immer wieder zu Wort.
Überparteilich für nützliche und bezahlbare Lösungen
Die Verkehrspolitik der politischen Parteien wird von allen möglichen, oft nicht durchschaubaren Interessen gelenkt. Beispiel 2. S-Bahn-Röhre und 3. Startbahn: Mehrere Parteien vertreten im Stadtrat andere Position als in den Landkreisen oder im Landtag. Der VCD wägt Kosten, Auswirkungen und Nutzen für die Bürger gegeneinander ab, und arbeitet in München, im Umland und in Bayern für dieselben Ziele.

